Was den Preis einer Website bestimmt


In unserer Do-it-Yourself-Welt verstehen die meisten Menschen, die selbst keine Designer oder Programmierer sind, nicht die Arbeit, die in die Erstellung einer Website fließt. Es gibt viele Tools, die Ihnen erlauben, mit Kopieren-und-Einfügen innerhalb weniger Stunden zu einer Online-Präsenz zu gelangen, die Sie dann Website nennen. Aber das ist nicht die Art Website, von der ich rede.

Ich rede von einer Website, die Ihre Marke, Ihr Unternehmen, Ihre Ziele repräsentiert, die Ihrem Unternehmen einen Wert hinzufügt und die ein starkes Werkzeug in Ihrem Marketing-Arsenal ist. Einer Website, die für die Suche optimiert ist und die in verschiedenen Browsern und Betriebssystemen funktioniert. Einer, die Sie nicht dazu verpflichtet, das Logo eines anderen Unternehmens am unteren Rand anzuzeigen, weil Sie sie für 49 Euro bekommen haben.

Viele Bausteine beeinflussen den Preis einer Website

Eine Website setzt sich aus vielen Bausteinen zusammen — Inhalte, Fotos, Design, Funtionalität, Optimierung. Sie alle beeinflussen den Preis der Website.

 

Also, vorausgesetzt wir reden nicht über Drag-and-Drop-, »Kleben Sie ihr Logo hierhin«-Arten von Websites, lassen Sie uns kurz betrachten, was zur Entwicklung einer Website gehört:

Inhalt: Ob Sie nun selbst ein paar Absätze schreiben oder einen Texter dafür einstellen, Text muss geschrieben, organisiert, für Schlüsselworte optimiert, für Menschen optimiert, korrigiert und Korrektur gelesen werden.

Fotos: Egal, ob sie Original- oder Stock-Fotos nutzen wollen, jemand muss sie finden, organisieren, retuschieren und in die richtige Größe fürs Web bringen.

Design: Es gibt High-End-Custom- und es gibt Minimaldesign, aber immer muss jemand Farben, Schriftarten und Grafiken auswählen und dabei berücksichtigen, wie diese Designelemente mit Ihre Marke funktioniert.

Struktur: Jemand muss nachdenken über Seiten, Navigation und Benutzerfreundlichkeit und über den besten Weg, Benutzer von hier nach dort zu bringen.

Layout: Kopfzeilen, Fußzeilen, Seitenleisten, Pull-Quotes, Textzitate, Opt-in-Boxen, Social-Icons. Diese Dinge platzieren sich weder magisch von selbst auf der Seite, noch sollten sie irgendwo zufällig stecken.

Optimierung: Jenseits der Schlüsselworte sind Überlegungen zur Codequalität, Website-Geschwindigkeit und zu Meta-Daten anzustellen.

Funktionalität: Opt-in-Boxen programmieren sich nicht von selbst. Kontaktformulare, Einkaufskörbe und andere Funktionen auch nicht. Es gibt grundlegende Fragen zu klären, beispielsweise »was passiert, wenn…« und »was dann?«

Kompatibilität: Mit einem halben Dutzend gängiger Browser und doppelt so vielen Versionen, mehreren Betriebssystemen und Plattformen, ganz zu schweigen von mobilen Geräten, muss jemand sicherstellen, dass Ihre Website funktioniert.

Starten: Jemand muss Ihre Website auf einem Hosting-Server installieren, DNS konfigurieren, Analytics, Webmaster-Tools und Sitemaps einstellen und sicherstellen, dass alles im wirklichen Leben funktioniert.

Wenn das für Sie klingt wie eine Rechtfertigung für »…und deshalb muss eine Website teuer sein!«, nun, das ist es nicht. Es ist einfach die Realität einer Website-Entwicklung. Es gibt Dinge zu tun und zu beachten. Und dies waren nur einige der Dinge, die den Preis einer Website entscheiden.

Jetzt können wir über Geld reden

Die Preiskalkulation funktioniert nicht nach einem geheimen, magischen Rezept. Grundlage sind einfach nur die Kosten für die Führung des Geschäfts, der Wert des Know-hows und die Zeit, die nötigt ist, um ein Projekt unter einer bestimmten Reihe von Umständen und einer bestimmten Menge von Anforderungen erfolgreich abzuschließen.

Diese Preise basieren darauf, was ich in der Industrie erlebt habe, was ich selbst tue, wenn es um Preise geht, und was meiner Erfahrung nach in der Realität funktioniert und was nicht funktioniert.

Zweifellos werden einige Leute laut aufschreien, empört über derart hohe Preise. Und einige andere werden beklagen, dass ich die Preise der Branche ruiniere, weil ich sie so niedrig ansetze. Aber ich habe mit vielen Entwicklern im Land zusammengearbeitet, viele gute, ein paar schlechte, und dies ist die beste Zusammenfassung, die ich Ihnen geben kann. Und dies ist, was meine seriösen Konkurrenten Ihnen ebenfalls sagen werden, ein paar Euro mehr oder weniger.

Die Preisstaffel unten bedeutet, dass eine höhere Preisgruppe alle Features der niedrigeren Preisgruppen beinhalte. Natürlich ist dies nicht unbedingt immer so, wie es in der Realität funktioniert. Beispielsweise könnte Ihre Website ein paar spezielle Programmieranforderungen haben, die Sie in eine höhere Preisklasse bringen, aber möglicherweise haben Sie bereits Ihr Logo und Ihre Branding-Richtlinien, womit sich die zusätzliche kreative Arbeit reduziert.

1.500-3.000 Euro: Dies ist wahrscheinlich Ihr Einstieg. In dieser Preisklasse können Sie erwarten, dass ein Profi Ihre Website erstellt. Die Website wird allgemeine Funktionen enthalten, beispielsweise einen Bilder- oder Inhalts-Slider, ein Kontaktformular und Opt-ins, eine Fotogalerie, einen Blog und ein Design rund um Ihre Marke. In dieser Preisklasse kaufen Sie eine Website, deren Design hinausgeht über den generischen Template-Look, beispielsweise mit Features wie speziell designtem Kopf oder Hintergrund und besondere Berücksichtigung von Farben, Schriften und Layouts. Websites in dieser Preisklasse nutzen ein Content-Management-System (CMS) wie WordPress oder Typo3, was Ihnen erlaubt, Inhalte leicht selbst einzupflegen, ganz ohne Kenntnisse von HTML und CSS.

Selbst auf dieser Einstiegsebene sollten Sie grundlegende Optimierung erwarten. Das heißt, Ihre Website wird nach aktuellen Code-Standards gefertigt und optimiert für Geschwindigkeit, Funktionalität sowie grundlegende Suchanforderungen. Während Ihre Inhalte möglicherweise nicht optimiert sind, der Rest Ihrer Website sollte es sein – von grundlegenden Meta-Daten bis zu Sitemaps.

Was Sie auf dieser Ebene nicht erhalten ist Copywriting oder Inhaltserzeugung. Sie sollten alle Inhalte, die Sie auf Ihrer Website haben möchten, vorbereitet haben. Dies schließt Texte, Fotos, Videos und was auch immer Sie brauchen ein. Dazu gehören auch Ihr Logo und Ihre Branding-Anforderungen.

4.000-6.000 Euro: In diesem Bereich können Sie ein vollständig individuelles Custom-Design hinzufügen. Hier werden Sie sich tatsächlich mit einem Designer hinsetzen und über Einzelheiten sprechen, bei denen es um Branding, Stil und Layout geht. Benutzerdefinierte Sites sind tendenziell zeitaufwändiger zu planen und zu entwickeln. Wenn Sie also besondere Website-Anforderungen hinsichtlich Design und Funktionalität haben, können Sie erwarten, das obere Ende der Spanne zu erreichen.

Sie können in dieser Kategorie grundlegende e-Commerce-Funktionalität erwarten, aber ohne viel Schnickschnack.

10.000-15.000 Euro: In dieser Preisspanne erhalten Sie eine robuste Website mit Platz für weitere kundenspezifische Anforderungen in puncto Programmierung, Foto-Galerien und Portfolios, Formulare oder andere Funktionen.

Sie sollten hier auch einige Keyword-Optimierung erhalten und — abhängig von der Größe Ihrer Website — einiges Copywriting. Wie in der zuvor genannten Preisklasse sollten Sie aber auch hier Ihre Branding-Materialien vorbereitet haben.

Denken Sie hier an die vorangegangene Kategorie, aber mit »mehr« und zusätzlichem Schnickschnack, vielleicht mehrere Foto-Galerien, einige Produktseiten oder komplexere Benutzerformulare. Hier werden Sie sich außerdem dann befinden, wenn Sie jemanden benötigen, der Ihren Inhalten den letzten Schliff gibt.

20.000-30.000 Euro: In dieser Preisklasse können Sie sich zurücklehnen und entspannen, weil Sie es sich leisten können, mit einem Texter zu arbeiten, der die gesamte Inhaltserstellung und -optimierung übernimmt.

Sie kaufen sich hier außerdem Zeit mit einem Designer nicht nur für Ihre Website, sondern auch für Logo- und Branding-Entwicklung.

Stellen Sie sich einfach eine Art All-Inclusive-Urlaub für Websites vor. Sie verfolgen hier einen »Hands-Off«-Ansatz für Ihre Website, bei dem Sie den Profis so gut wie alles überlassen: die kreative Arbeit, die Inhaltserstellung, die Optimierung und Entwicklung. Und als Bonus Dinge wie Visitenkarten- und Briefkopf-Design.

Finden Sie die genannten Preisspannen absurd hoch oder frech niedrig? Denken Sie immer noch, »Ja, aber was ist mit…?« Lassen Sie es mich wissen. Ich beantworte Ihre Fragen gern.

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Sie möchten jetzt gern wissen, welchen (ziemlich genauen) Preis Sie bei mir für die Entwicklung bzw. das Design Ihrer spezifischen Website zahlen müssten? Dann schauen Sie hier:

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Andere Dinge, die den Preis einer Website beeinflussen

Es gibt andere Dinge außerhalb des Projekts selbst, die sich auf den Preis der Website auswirken können.

Geographie: Wenn Sie eine Firma in Hamburg darum bitten, Ihnen einen Preis für die Entwicklung Ihrer Website zu nennen, dann wird diese Firma einen höheren Preis nennen, als ein vergleichbares Unternehmen in Wilhelmshaven oder Lüdenscheid. Die Lebenshaltungskosten in Hamburg sind ziemlich hoch und damit auch die Kosten des Geschäfts.

Manchmal müssen Sie Ihre Entscheidung nicht basierend auf dem Preis treffen, sondern basierend auf dem Wert – mit welcher Firma möchten Sie zusammenarbeiten? Welche hat die meiste Erfahrung, das beste Portfolio? Höhere Preise sollten ein Unternehmen nicht disqualifizieren, wenn Sie zuversichtlich sind, dass es den Job erledigt.

Erfahrung: Eine unerfahrene Person wird weniger verlangen, weil sie nicht die Fertigkeit eines erfahrenen Fachmanns besitzt. Das bedeutet nicht, dass sie schlechte Arbeit abliefern wird, aber es ist immer ein Risiko, wenn Sie mit jemandem zusammenarbeiten, der Websites nur nebenbei entwickelt oder mit einem »Lerne Webdesign in 21 Tagen«-Autodidakt, der gerade erst in der Industrie anfängt.

Ist der Preis ein wichtiger Faktor, lohnt es sich möglicherweise, dieses Risiko einzugehen. Halten Sie einfach die Augen offen und erwarten Sie nicht, dass die Resultate so sein werden, wie sie mit einem erfahrenen Profi hätten sein können.

Erfahrene Entwickler können einen höheren Preis verlangen, weil sie ihr Fachwissen in Ihr Projekt einbringen. Ein erfahrener Entwickler ist möglicherweise in der Lage, Ihre Website in der halben Zeit fertigzustellen — und wird dafür vielleicht doppelt so viel verlangen. Denken Sie daran, Sie betrachten den Wert und nicht den Preis.

Sie: Lästige Menschen bekommen höhere Preise. Nun, ich sage nicht, dass Sie ein lästiger Mensch sind, aber falls doch, dann sitzt Ihr Entwickler wahrscheinlich jetzt in einem dunklen Raum, rauft sich die Haare und fragt sich, wie er Ihnen die Kosten seiner Stress-frei-Therapie aufladen kann.

Ein Teil der Entwicklung ist Projektmanagement. Und falls es Anzeichen dafür gibt, dass Sie einer dieser nervenden, unentschlossenen Menschen sind, die monatelang von der Bildfläche verschwinden, um dann plötzlich mit der sofortigen Forderungen, diesen Blauton zu ändern, wieder auftauchen – gut, dann werden Sie einen Preis dafür zu zahlen haben.

Entwicklerinteresse: Gut möglich, dass ein Entwickler oder Designer den Preis niedrig ansetzt, weil er sich von dem spezifischen Projekt mehr verspricht, als nur einen monetären Ausgleich.Beispielsweise könnte er dieses Projekt als für seine Reputation besonders förderlich betrachten oder vielleicht fällt es in die Kategorie von Projekten, die er leidenschaftlich gern erledigt.

Beziehungen: Die Welt besteht aus Beziehungen. Und Sie können wahrscheinlich einen niedrigeren Preis aushandeln, wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Entwickler haben, wenn Sie eine Empfehlung von einem Freund bekommen haben oder wenn Sie einfach einen Entwickler finden, der bereit ist, einen Deal mit Ihnen einzugehen.

Denken Sie daran, dies ist eine Service-Industrie. Es gibt keinen Widget-Preis. Die Preise beruhen auf den Faktoren, die ich hier genannt habe und einem Dutzend anderer kleiner Nuancen. Scheuen Sie sich nicht davor, mit einem Entwickler über die Preise zu sprechen. Aber halten Sie im Hinterkopf, dass es Grenzen gibt — ein Entwickler, der Ihnen eine Site für 5.000 Euro offeriert, wird sich Ihrem 500-Euro-Budget nicht annähern. An diesem Punkt sollten Sie wahrscheinlich Ihre Ziele und Ihr Budget neu überdenken.

Was eine Website nicht kosten sollte

500 Euro: Wenn das der Preis für Ihre full-featured Custom-Website ist, dann wette ich, dass Sie mindestens eine unscharfe verpixelte Fotografie finden werden, mindestens eine falsch programmierte Formularvalidierung, mindestens eine verpasste Optimierungsgelegenheit. Vielleicht bekommen Sie für 500 Euro einen Blog eingerichtet, aber Sie können dafür keine professionelle Web-Präsenz entwickeln. Ein unerfahrener Entwickler, der 50 Euro pro Stunde berechnet, kann eine optimierte, funktionale und professionell gebrandete Website nicht in 10 Stunden zusammenbauen. Bitte erzählen Sie mir nicht, dass Sie jemanden kennen, der dies getan hat, denn ich verspreche Ihnen, Sie möchten nicht, dass ich mir diese Site anschaue und auseinanderpflücke.

Entscheiden, ob der genannte Preis fair ist

Wenn Sie die Preise verschiedener Entwickler vergleichen, dann stellen Sie sicher, dass Sie Äpfel mit Äpfeln vergleichen. Möglicherweise werden Sie nicht in der Lage sein, dies genau zu tun, denn letztendlich spielen eine Reihe von subjektiven Faktoren eine Rolle, die wir besprochen haben. Aber Sie sollten wissen, was Sie im Hinblick auf Features und Funktionalität bekommen. Dann ziehen Sie die Erfahrung und das Portfolio der Person oder Firma in Erwägung, die Aufmerksamkeit, die Sie erwarten können, und die allgemeine Beziehung zwischen Ihnen und einem potenzielle Entwickler. Selbst wenn die Preise perfekt sind und auf dem Papier alles richtig erscheint, empfiehlt es sich, zweimal zu überlegen, bevor Sie jemanden engagieren, wenn Sie nicht das Gefühl von Verbindung und Komfort verspüren.